Wald-Erlenbach

Wald-Erlenbach ist einer von sieben Stadtteilen Heppenheims. Er liegt rund elf Kilometer von der Kernstadt entfernt und ist bereits Teil des Odenwaldes.

Auf dieser Seite informiert der Ortsbeirat über Termine, Veranstaltungen und sonstige interessante Dinge, die sich im Ort ereignen.

Infos und Rückblicke

Das Dorfcafé in Wald-Erlenbach - Schöner Treffpunkt der Generationen

Das Dorfcafé in Wald-Erlenbach - Schöner Treffpunkt der Generationen

Bericht des Starkenburger Echo am 18.01.2020

Schöner Treffpunkt der Generationen
Das Dorfcafé in Wald-Erlenbach hat sich in kurzer Zeit zu einem Publikumsmagneten entwickelt / Wer kann und mag, der packt mit an


Von Astrid Wagner
HEPPENHEIM . Jona schaut mit großen Augen um sich. Sechs Wochen ist der Junge alt und damit der jüngste Besucher des Wald-Erlenbacher Dorfcafés. Es ist Donnerstagnachmittag und im Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteils ist richtig viel los. Es sind bestimmt 70 Menschen, die an den Tischen sitzen und miteinander plaudern. Kleinkinder krabbeln herum. Was ein paar Ehrenamtler im November 2018 aus der Taufe gehoben haben, kommt richtig gut an.

Else Lulay ist gerade in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses zugange. Wie alles begann? Während einer Ortsbeiratssitzung hörte sie, wie vor allem die älteren Menschen darüber klagten, dass es nichts gebe für sie im Ort. Die letzte Gaststätte ist bereits seit vielen Jahren geschlossen, der Bäcker ebenfalls. „Das gab mir einen richtigen Stich ins Herz“, erinnert sie sich. Die Idee des Dorfcafés ward geboren.

Mit ihrem Mann Josef, mit Agnes Kilian, Inge und Klaus Winterfeldt, Ruth Strahl, Klaus Rebesco und Willi Maas hatte sie schnell Menschen gefunden, die sie bei der Dorfcafé-Umsetzung unterstützen. Weitere Helfer stießen hinzu. Wer kann und mag, der packt mit an.

Im November 2018 waren es schon beinahe 30 Gäste, die zur Premiere kamen – und sie für gelungen und gut befunden. Mittlerweile sind es bis zu 70 Menschen, die jüngsten sind noch Babys, die ältesten über 90. Es ist gerade auch dieses Miteinander der Generationen, so sind sich alle einig, das das Besondere ausmacht.

Auch die achtjährige Lisa und die neunjährige Jule haben Spaß. Sie sind das erste Mal mit der Oma da und erzählen stolz, dass sie sogar mitgeholfen haben. Die Frauen aus dem Orgateam backen Kuchen für den geselligen Anlass. Doch längst spenden auch viele andere süße Leckereien. „Bis zu zehn Kuchen sind es jedes Mal“, freut sich Else Lulay. Wer es lieber deftig und herzhaft mag, für den gibt’s Würstchen und Bier.

„Viele sind hier, die man das ganze Jahr über nicht sieht“, hat sie festgestellt. Auch das ist eine tolle Sache, fördert die Dorfgemeinschaft. Mittlerweile kommen sogar Gäste aus Mitlechtern oder Heppenheim. Diesmal hat Adam Reimund die Gäste mit Humorigem unterhalten, auch gesungen hat man schon einmal gemeinsam.

Hans Dörsam und Otmar Tremper kommen gerne immer wieder. „Ein Gasthaus fehlt halt im Ort“, sagen sie, kritisieren wie so viele die Versorgungslage im Dorf. Wie gut, dass es das Dorfcafé gibt.

Hans Gaul freut sich über die verschiedenen Altersgruppen: „Das finde ich unwahrscheinlich gut. Es läuft ganz einfach, jeder trägt seinen Teil dazu bei, und es werden von Mal zu Mal mehr.“

Claudia Schardt-Wolf hat ihre Tochter, die sieben Monate alte Greta, auf dem Schoß. Ilwa, die Tochter von Jana Schmidt ist 13 Monate alt und krabbelt herum. „Wenn wir Zeit haben, dann kommen wir“, sagen die beiden jungen Mütter. Sie sind ebenfalls vom Miteinander der Generationen fasziniert. „Auch Gretas Uroma Eleonore Wolf ist da“, freut sich Claudia Schardt-Wolf.

Und dann gibt es da noch zwei ganz besondere Gäste an diesem Nachmittag: Katja Griesemer und Max Radke. Die beiden haben am Vormittag in Heppenheim standesamtlich geheiratet. Sechs Jahre sind sie nun ein Paar, erzählen sie. Eigentlich wollten sie nichts verraten. Es machte trotzdem seine Runde. Und alle gratulierten dem glücklichen Paar.

Hans Berg („Feuerwehr-Hannes“) findet das Angebot für die Dorfbewohner wunderbar, ebenso beeindruckt sind Brunhilde Regnitz und Anni Dörsam. Ein Lob gibt es von beiden für die Ehrenamtler. „Wir freuen uns jeden Monat darauf“, sagt Ingrid Rothfuchs. Gerda Tremper fügt hinzu: „Es wäre schön, so eine Gelegenheit gäbe es öfter.“ Karin Herrmann hat ihre Eltern Christa und Heinz Polster aus Heppenheim geholt. Gemeinsam genießt man die gemütlichen Stunden. Malou Helfert, Jonas’ Mama, findet die Mischung aus Alt und Jung und den ganz Kleinen richtig gut: „Ich komme gerne hierher.“ Auch Tochter Janne, zweieinhalb, findet hier immer jemanden zum Spielen. „Der Termin steht immer in unserem Kalender.“

TERMIN
Das Dorfcafé Wald-Erlenbach hat zwischen Oktober und März einen Donnerstag im Monat geöffnet.

Wer gehbehindert ist oder im Rollstuhl sitzt, kann mit dem Fahrstuhl nach oben befördert werden. Wer sich den Weg zum Dorfgemeinschaftshaus nicht zutraut, findet jemanden, der ihn abholt.

Das nächste Dorfcafé in Wald-Erlenbach findet am 20. Februar von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Kuchen, Würstchen und Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten. (kag)

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